Resuch rettet 2025 im Jahresrückblick
Es ist Januar 2026, eine gute Zeit also für Stefan Reusch, den
man als SWR 3 "Wochenrückblicker" kennt, auf 2025 zurück zu
blicken und 2025 zu retten. Gleich zu Anfang stellt er in der
schönen Orgelfabrik in Durlach die entscheidenden Fragen:
War es gut? War es schlecht? Und hängt diese Einschätzung von
der persönlichen Perspektive ab beziehungsweise der "Laune", wie
es Vizekanzler Klingbeil kürtlich meinte? Willkommen bei Reuschs
Jahresrückblick 2025.
Wer Reusch schon mal erlebt hat weiß, dass man genau hinhören
muss. Den sein Wortwitz, seine gewollten Versprecher und
generell seine Formulierungen kommen schnell und ganz sanft,
fast nebenbei daher und während man gedanklich über die eine
Formulierung noch nachdenkt, kommt schon die nächste daher. Zum
Beispiel stellt er die Frage, warum CDU und SPD eine Koalition
eingehen, wenn sie das doch auch alleine können. Aber merken
kann man sich all die tollen Formulierungen leider nicht.
Das Jahr 2025 bietet natürlich viele Themen - Trump und Merz
spielen eine große Rolle im Programm. Aber auch abseits der
Politik ist Stefan Reusch ein aufmerksamer Beobachter und oft
bringt er das, was er findet mit: sei es eine Katjes Packung
namens "Red List" in der bedrohte Tierarten in seltsamen
Geschmacksrichtungen gibt, WC-Steine mit Spa-Apeal oder seltsame
Formulierungen im Kölner Stadtanzeiger. Dort wurde er auch bei
einem TV-Tipp fündig, der in leider zu einer Beatrice Egli Show
führte deren Inhalt er liebevoll zerlegt. All diese Fundstücke
hat er ein Themenmappen dabei zwischen denen er mal das eine,
mal das andere hervorholt.

Von dieser Rolle als scharfzüngiger Beobachter wechselt er
einmal in die Rolle von Sascha, dem Prepper. Dieser hat gleich
zwei Probleme: zum einen hat er Angst, dass nach der Apokalypse
eine woke Regierung dran sein könnte und seine Auswahl an
Konservendosen anstößig wirken könnte, zum anderen wird durch
die steigenden Lebensmittelpreise die notwendige Aktualisierung
seiner Lebensmittelvorräte so teuer, dass er hofft, dass die
Apokalypse bald kommt, da er sie sich sonst nicht mehr leisten
kann.
Fazit: wer klassisches Kabarett mag und Gefallen an
scharfzüngigen Formulierungen hat, ist bei Stefan Reusch genau
richtig.