Die Peace Cats lassen die Songs von Cat Stevens neu aufleben.

Die Peace Cats heben sich ganz der Musik von Cat Stevens
verschrieben, einem der erfolgreichsten Singer-Sobgwriter der
60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, sind also eine
Tribute Band, die an diesem Abend in dem schönen und gut
besuchten Bürgerhaus in Linkenheim auftraten. Die Peace Cats
sind: Tunc Süzer (Gesang und Gitarre), Jochen Seiterle
(Gitarre), Michael Quast (Keyboards), Michael Bär (Bass und
Gesang) sowie dem aus Linkeneim stammenden Marcel Millot
(Schlagzeug).
Wenn man, wie ich, musikalisch in den 70ern aufgewachsen ist,
kennt man, auch wenn man kein Fan von Cat Stevens war oder ist,
eine Vielzahl an Cat Stevens Songs - während des Konzerts war
ich aber überrascht, wie viele ich kenne, obwohl ich manche
Songs seit Jahrzehnten nicht mehr gehört habe. Am Anfang des
Konzerts wurde beispielsweise "Matthew and Son" aus dem Jahre
1967 gespielt. Als der Song von Sänger Tunc Süzer angesagt
wurde, sagte mir der Titel gar nichts, sobald aber die ersten
Takte erklangen machte es Click.
Das lag natürlich auch an der guten Band, die es schafften, den
Cat Stevens Sound live perfekt auf die Bühne zu spielen. Nicht
jede Tribute Band ist dazu in der Lage, mit Grausen denke ich an
"Dire Straits Legacy", die ich beim allerletzten Blacksheep
Festival 2024 ertragen musste. Hier stimmte aber alles,
und es war auch prima, dass zwischen den Songs auch etwas über
Cat Stevens und wie die Songs damals entstanden erzählt wurde.
Für mich, als kein großer Cat Stevens Fan, war viel
Interessantes dabei.
Alle fünf Musiker waren einzeln prima und spielten super
zusammen. Sänger Tunc Süzer hat eine gute Stimme, Michael Bär
war die ideale Wahl als Background Sänger, wie beispielsweise
bei "Lady D’Arbanville" und sowohl Keyboarder Michael Quast als
auch Schlagzeuger Marcel Millot bekamen Raum für Soli. Gitarrist
Jochen Seiterle wirkte erst relativ unscheinbar, wie er da am
linken Bühnenrand sitzend Gitarre spielte, aber bei Soli hielt
es ihn dann nicht mehr auf dem Stuhl sondern tobte über die
Bühne. Da machte es auch nichts, dass sich dabei erst der
Gitarrengurt löste und er später während eines Songs die
Batterie seiner Fender Acoustasonic wechseln musste.

Alles großen Hits wie „Morning has Broken“, „Father and Son“,
„Wild World”, „Moon Shadow”, „Peace Train” oder "The First Cut
is the deepest", das die meisten wohl in der Version von Rod
Stewart im Ohr haben, aber von Cat Stevens geschrieben wurde,
wurden gespielt, aber auch unbekanntere, aber nicht schlechtere
Songs.
Fazit: mit dem Konzert der Peace Cats habe ich mich etwas aus
meiner musikalischen Komfortzone bewegt, aber es hat sich
gelohnt - ich habe die Songs von Cat Stevens durch die Peace
Cats neu für mich entdeckt und vieles gelernt. Das lag vor allem
an dieser wirklich exzellenten Tribute Band.