25 Jahre "No Sugar, No Cream" - Ein tolles Juniläumskonzert im
Jazzclub Karlsruhe
"No Sugar, No Cream" feierten ihr 25-jähriges Jubiläum im
Jazzclub Karlsruhe und siehe da: das ehemalige Kurbel Kino war
ausverkauft - sehr erfreulich! Für den ersten Song kam zunächst
kam der Kopf der Band, Pete Jay Funk, mit akustischer Gitarre
auf die Bühne, zum zweiten Song gesellte sich Bassist Andreas
Jüttner auf die Bühne und so ging es Song für Song weiter bis
mit Schlagzeuger Frank Schäffner, Multiinstrumentalistin Heike
Wendelin und Gitarrist Oli „Earl Grey“ Grauer die
"Kernbesetzung" auf der Bühne stand. Später gesellte sich noch
als Backgroundsängerin Maja (?) Funk und ein weiterer Pedal
Steel Gitarre / E-Gitarre Musiker hinzu.
25 Jahre sind schon eine lange Zeit, aber gespielt wurden auch Songs, die Pete Jay Funk schon vor 30 oder noch mehr Jahren geschrieben hat, wie beispielsweise beim ersten Song des Abends. Und so ging es durch Songs der Band-Historie wie beispielsweise "Tumbleweed" vom 2017er Album "A bigger picture", "This house is on fire" und "Aw. Come On" vom 2020er Album "Promises" bis hin zu ""Looks like Rain" und "West of Paris" vom aktuellen Album "Future, Exhale" von 2024.
Der Sound war sehr gut abgemischt, sodass man alle Facetten von
"No Sugar, No Cream" gut hören konnte wie den oft oft
zweistimmigen Gesang (Pete Jay Funk und Heihe Wendelin), Geige
und Mandoline aber auch die E-Gitarren Soli und die Pedal Steel
Gitarre. Melancholisch, rockig - es war alles vertreten. Die
Lyrics handeln oft vom unterwegs sein, lassen sich aber auch von
englischen Untertiteln, beziehungsweise der Audiodeskription von
englischen /amerikanischen Serien beeinflussen, wie Pete Jay
Funk am Beispiel "The elevator dings" erläutert, um eine kleine
technische Panne (Verstärker fiel aus) zu überbrücken.
Bislang hatte ich "No Sugar, No Cream" erst zweimal live
gesehen. Einmal während der Pandemie
2020 im Tollhaus und einmal als Support-Act
von "Timesbold" 2024 im Jubez. So gesehen war dies mein
erstes "richtiges" "No Sugar, No" Cream Konzert und das war
wieder richtig gut: tolle Songs, eine große musikalische
Bandbreite und tolle Musiker:innen. Und zum Ende des Konzerts
gab es bei den Zugaben zwischen den 2 E-Gitarristen ein tolles
"Soli-Duell" - großartig!

Fazit: Ein tolles Jubiläumskonzert in einem tollen Rahmen. Wer
Americana / Country Rock mit Indie Einsprengeseln mag ist bei
"No Sugar, No Cream" genau richtig. Man darf gespannt sein, was
Pete Jay Funk, der die meisten "No Sugar, No Cream" Songs
schreibt, bei seinem kommenden Solo Album / Solo Konzert anders
oder gleich macht wie bei "No Sugar, No Cream".

